DER SOMMER IST EINE HAND, DIE DEM LICHT DEN SCHATTEN RAUBT
In den Grenzregionen der Schweiz, wo sich das Selbstbild meines Heimatlandes aufzulösen beginnt, ist diese Langzeitarbeit entstanden.
Die geografische Grenze steht dabei als Metapher für die persönlichen Grenzen, die oft nicht beeinflusst werden können. Mein Anspruch war es, zu entdecken und sichtbar zu machen, was sich erst zeigt, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen.
Diese Arbeit ist geprägt von unvorhersehbaren Begegnungen mit Menschen, denen ich zufällig begegnet bin und die mir ihre Schicksale und Wendepunkte ihres Lebens anvertraut haben. Darunter finden sich solche die mit Lebensumständen konfrontiert sind, die man sich nicht aussuchen kann. Anderen ist es nicht gelungen, ein stabiles Gleichgewicht zu halten. Und dann gibt es die, welche auf der Suche sind, um zu sich selber zu finden.
Die vielen Begegnungen und Geschichten von Menschen mit ihren Brüchen und Rissen machen deutlich, wie zerbrechlich das Leben sein kann – auch in der Schweiz.
2013 – 2018